SAP Testautomatisierung:
Automatisiertes Testen direkt im Produktivsystem

SAP Testautomatisierung und moderne SAP Testing Tools sind essenziell, um Geschäftsprozesse zu validieren – doch häufig scheitern sie an der Genauigkeit von Berechtigungen. Die meisten Tools für automatisierte SAP Tests prüfen lediglich, ob ein Workflow von Anfang bis Ende durchläuft – sie spiegeln jedoch selten wider, wie sich Rollen und Berechtigungen unter echten produktiven Bedingungen verhalten. Dadurch kann eine Berechtigungsprüfung im SAP Testsystem erfolgreich sein, während dieselbe Aktivität im Produktivsystem fehlschlägt – oder überberechtigt ist.

Xiting schließt diese Lücke durch eine Kombination aus SAP Testing, der Nutzung von produktiven Daten und der Automatisierung dieser Tests. Die Produktive Test Simulation (PTS) von Xiting bewertet neue und überarbeitete Rollen mit echten produktiven Szenarien, ohne Benutzer oder Prozesse zu unterbrechen – und reduziert somit den manuellen Aufwand bei der Prüfung von Rollen in SAP drastisch. In Kombination mit einem kontrollierten Deployment Ansatz wie dem Protected Go Live (PGL) von Xiting erhalten Unternehmen einen stabilen, planbaren Weg für jedes SAP Rollenredesignprojekt – unterstützt durch SAP Testing Tools, statt durch Tabellen und Annahmen.

Warum traditionelles SAP Rollentesting nicht mehr zu modernen Projekten passt

In vielen Unternehmen sieht das SAP Testing für Rollen noch sehr traditionell aus. Neue Rollen werden im Entwicklungssystem erstellt, in ein QA System transportiert und dann an Fachanwender übergeben, die man bittet, ihre täglichen Aufgaben durchzuklicken. Ziel ist es zu bestätigen, dass Kernprozesse weiterhin funktionieren und jede wichtige Berechtigungsprüfung im SAP Testsystem erfolgreich ist.

Aus Security-Perspektive hat dieser Ansatz klare Grenzen:

  • Testfälle sind oft unvollständig, und die tatsächliche Arbeitsweise der User in der Produktion unterscheidet sich stark von einem geskripteten Test.
  • So kann eine Berechtigungsprüfung im QA bestehen, aber im Produktivsystem scheitern – oder umgekehrt: Ein Benutzer erhält mehr Zugriff als vorgesehen, weil niemand alle Kombinationsmöglichkeiten von Rollen und Organisationsobjekten testet.

Gleichzeitig stehen Projektteams unter Zeitdruck. Wenn ein SAP Rollenredesignprojekt parallel zu anderen Initiativen läuft, bleibt kaum Platz für wiederholte manuelle Testzyklen. Security und Compliance Teams müssen dennoch regelmäßig Rollen in SAP prüfen, jede kritische Berechtigungsprüfung für sensible Transaktionen ausführen und dies dokumentieren. Ohne passende SAP Testing Tools entstehen lange Testphasen, überlastete Key User und ein wachsender Rückstau offener Findings.

Was fehlt, ist eine Möglichkeit, SAP Testautomatisierung mit realer produktiver Nutzung zu verbinden. Anstatt Benutzer künstliche Tests wiederholen zu lassen, benötigen Organisationen eine kontrollierte Methode, um reale Arbeit automatisch zu protokollieren – inklusive jeder relevanten Berechtigungsprüfung. Genau diese Lücke schließen die PTS und der PGL.

Produktive Test Simulation (PTS):
SAP Testautomatisierung direkt im Produktivsystem

Die Produktive Test Simulation (PTS) ist das zentrale Konzept, das SAP Testing im Produktivsystem ermöglicht – ohne das Risiko, den Betrieb zu beeinträchtigen. Statt Benutzer in einem separaten System testen zu lassen, arbeiten Sie weiter wie gewohnt im Produktivsystem, während Rollen und Berechtigungsprüfungen im Hintergrund simuliert und protokolliert werden.

Aus technischer Sicht fungiert die PTS wie ein SAP Testing Tool direkt im Produktivsystem. Neue oder überarbeitete Rollen werden in der XAMS vorbereitet und Referenzbenutzern zugewiesen. Sobald eine PTS Session startet, werden diese Referenzbenutzer den jeweiligen Dialogbenutzern zugeordnet. Fehlende Berechtigungen werden nur für die Referenzbenutzer dokumentiert – die produktiven Benutzer behalten ihre alten Rollen und arbeiten ohne Unterbrechung weiter.

Jeder Klick während einer PTS Session wird Teil des automatisierten Testsets. Im Vergleich zu manuellen Tests spart dieser Ansatz enormen Aufwand und liefert deutlich präzisere Erkenntnisse, wo Rollen angepasst oder Zugriffe eingeschränkt werden müssen.

Weil die PTS in der Produktion läuft, erreicht es eine Genauigkeit, die generische Tools für automatisierte SAP Tests nicht leisten können. Traditionelle SAP Testing Tools prüfen Rollen, spiegeln jedoch selten das endgültige produktive Berechtigungskonzept wider.
Die PTS hingegen erfasst jeden Berechtigungsprüfschritt gegen simulierte Rollen und überführt die Daten in die XAMS zur Analyse und Optimierung.
Für Organisationen, die ein großes SAP Rollendesignprojekt planen, wird die PTS damit zum zentralen Werkzeug der SAP Testautomatisierung, um das neue Rollenkonzept vor einem risikoreichen Go Live zu validieren.

Wie die Produktive Test Simulation (PTS) in der Praxis funktioniert

Die Einrichtung der Produktiven Test Simulation (PTS) folgt einem klaren Ablauf, der SAP Testautomatisierung direkt in das Produktivsystem bringt und jeden relevante Berechtigungsprüfung erfasst.

  1. Design neuer Rollen
    Neue oder überarbeitete Rollen werden in der XAMS erstellt, z. B. mit dem Role Designer, und nach dem Least -Privilege-Prinzip vorbereitet.

  2. Vorbereitung von Referenzbenutzern und Xiting Times
    In Xiting Times werden Referenzbenutzer eingerichtet, die das neue Rollenkonzept abbilden. Das System wird für den PTS Modus vorbereitet, inklusive RFC Verbindungen, Hintergrundjobs (z. B. Collector Jobs) und grundlegender Customizing Schritte.
  3. → Schauen Sie sich hier an wie sie Xiting Times vor der PTS Session konfigurieren

  4. Start einer PTS Session
    Ein produktiver Benutzer erhält im Hintergrund für mehrere Wochen einen Referenzbenutzer zugeordnet. An der Oberfläche bleibt alles unverändert: alte Rollen, gewohnte Transaktionen wie FB03, MM03 oder individuelle Prozessvarianten.

  5. Simulation von Berechtigungsprüfungen
    Jede Berechtigungsprüfung wird gegen die simulierten Rollen geprüft. Fehlende Berechtigungen werden in einer dedizierten Xiting Tabelle dokumentiert und anschließend im Role Builder analysiert.

  6. Rollenoptimierung auf Basis realer Nutzung
    Administratoren nutzen die Simulationsergebnisse, um Rollen, Organisationswerte und SU24-Vorschläge anzupassen. Block und Allow Lists helfen, kritische und notwendige Berechtigungen gezielt zu identifizieren.

Währenddessen bleibt das Produktivsystem stabil: Fehlende Berechtigungen im neuen Rollenkonzept blockieren den Benutzer nicht, da die Simulation im Hintergrund läuft. Die sonst üblichen manuellen Testzyklen werden durch einen automatisierte, trace basierte Feedback Loop ersetzt.

Vorteile der Produktiven Test Simulation als SAP Testing Tool

Mit der PTS rückt die SAP Testautomatisierung für Rollen näher an moderne Applikationstestmethoden heran:

  • Keine Prozessunterbrechung: Tests laufen parallel zum Produktivsystem, neue Rollen werden im Hintergrund automatisch getestet.
  • Realistische Abdeckung: Tests basieren auf echter Arbeit, nicht auf künstlichen Szenarien.
  • Weniger Testaufwand: Fachbereiche müssen keine eigenen Tests planen – die tägliche Arbeit erzeugt alle Testdaten.
  •  Höhere Präzision: Strukturierte Simulationsdaten fließen direkt in SU24-Vorschlagswerte ein.
  • Mehr Kontrolle und Compliance: Block /Whitelist Funktionen stellen sicher, dass kritische Aktivitäten gezielt verwaltet werden.

Protected Go-Live (PGL):
Risikofreier Übergang zu einem neuen Berechtigungskonzept

Selbst mit einer hervorragenden Testautomatisierung ist der Moment der Wahrheit immer noch der Go-Live. Gerade bei einem Projekt zur Neugestaltung der SAP-Berechtigungen ist das größte Risiko einfach: Ein Nutzer kann plötzlich seine Arbeit nicht mehr ausführen, weil eine Berechtigung fehlt.

Dieses Risiko führt oft zu „sicheren“, aber gefährlichen Entscheidungen – wie etwa der Überautorisierung von Nutzern oder der Aufschiebung notwendiger Änderungen.

→ Der Protected Go-Live (PGL) ist Xitings Antwort auf dieses Problem.

Wie der Protected Go Live (PGL) funktioniert

Während eines PGL wird das neue Rollenkonzept aktiviert, die alten Rollen bleiben jedoch als kontrolliertes Fallback bestehen:

  • Benutzer erhalten wie geplant ihre neuen Rollen

  • Alte Rollen bleiben im Hintergrund als „Backup“ über Referenzbenutzer verfügbar

  • Bei fehlenden Berechtigungen können Benutzer ihre alten Rollen zeitlich begrenzt (z. B. für 8 Stunden) wiederherstellen

  • Jede Nutzung des Fallbacks wird vollständig protokolliert

  • Administratoren analysieren die Fälle, verbessern die neuen Rollen und reduzieren Schritt für Schritt den Fallback
    Sobald das Rollenkonzept stabil ist, werden alte Rollen strukturiert und dokumentiert entfernt.

Warum ein PGL für SAP Rollenredesignprojekte entscheidend ist

Der Protected Go-Live (PGL) eliminiert zentrale Risiken:

Mit dem PGL prüfen Unternehmen Rollen unter echten produktiven Bedingungen – und haben dennoch eine sichere Rückfallebene.

Xiting Times: Die Steuerzentrale für PTS, PGL und Notfallzugriffe

Die PTS und der PGL werden über das Modul Xiting Times innerhalb der XAMS gesteuert.

Xiting Times ermöglicht:

  • Betriebsmodi
    –  PTS, PGL und Extended Access Management für Notfallzugriffe
  • Referenzbenutzer & Zuordnungen
    –  Zuordnung von Referenzbenutzern zu produktiven Benutzern, Start von Sessions, Steuerung aktiver Modi
    – „Backpack Prinzip“: Der Referenzbenutzer wird wie ein Rucksack an den Dialogbenutzer „angehängt“.
Testautomatisierung: Backpack-Prinzip von Xiting
Abb. 1: Xitings “Backpack-Prinzip"
  • Jobs & Trace Sammlung
    Sammeln und Aufbereiten von Berechtigungstraces für den Role Builder

  • Genehmigungsworkflows
    Definition von Regeln, Laufzeiten und Bedingungen für PGL und Notfallzugriffe

Wo die PTS und der PGL den größten Mehrwert liefern

Typische Einsatzszenarien:

  • SAP Rollenredesignprojekte
    – Validierung im Produktivsystem + sicherer Go Live

  • SAP S/4HANA Migrationen
    – Analyse realer Auswirkungen und stark verkürzte Testzyklen

  • Kontinuierliche Berechtigungsoptimierung
    – Gezielte Analysen in sensiblen Bereichen

SAP Testautomatisierung wird so zu einem kontinuierlichen, datengetriebenen Feedback System

Key Benefits auf einen Blick

FAQ

Was ist SAP Testautomatisierung im Berechtigungskontext?

SAP Testautomatisierung bedeutet, dass Berechtigungstests nicht mehr manuell im Testsystem ausgeführt werden. Tools wie die XAMS automatisieren die Auswertung jeder Berechtigungsprüfung im SAP-Produktivsystem. Die PTS bildet dabei die Basis für diesen trace-basierten Ansatz.

Die PTS ist eine von Xiting entwickelte Testmethode, bei der Benutzer wie gewohnt im Produktivsystem arbeiten, während ihre Aktionen im Hintergrund gegen simulierte Rollen geprüft werden – ohne sie zu blockieren.

Die PTS ermöglicht die Validierung neuer Rollen direkt in der Produktion. Das neue Rollenkonzept wird anhand realer Nutzungsdaten optimiert. In Kombination mit dem PGL sinken Risiken und Projektlaufzeiten erheblich.

Neue Rollen werden produktiv geschaltet, alte bleiben als Fallback verfügbar. Fehlende Berechtigungen können temporär aus alten Rollen bezogen werden. Alles wird transparent protokolliert.

Xiting Times steuert die PTS, den PGL und Notfallzugriffe, verwaltet Referenzbenutzer und steuert Berechtigungs-Sessions. Die Integration mit dem Role Builder ermöglicht eine vollständige automatisierte Berechtigungsanalyse.

Nein – technische Anpassungen müssen weiterhin im Testsystem geprüft werden. Für Berechtigungstests liefert PTS jedoch deutlich präzisere und schnellere Ergebnisse.

Durch PTS-Sessions im Produktivsystem werden detaillierte Trace-Daten gesammelt, die im Role Builder analysiert und zur Rollenanpassung genutzt werden können.

Weitere Xiting Tools für Ihr SAP-System

Xiting Authorizations Management Suite

Die XAMS unterstützt Unternehmen in ihren Security-Projekten, indem sie kosten- und zeitintensive Aufgaben automatisiert, die Einhaltung von Compliance-Vorgaben verbessert und das Fehlerrisiko deutlich reduziert.

 

Xiting Security Platform

Entdecken Sie die wichtigsten Anwendungsfälle der Xiting Security Platform (XSP), die Ihr SAP-Sicherheitsmanagement mit umfassender Abdeckung, nahtloser Integration und fortschrittlicher Analyse grundlegend verändern wird.

Xiting Content Portal

> Das Xiting Content Portal (XCP) ist eine SaaS-Lösung, die ein zentrales SAP-Risk-Repository und eine benutzerfreundliche Oberfläche zur einfachen Erstellung und Verwaltung von Regelwerken bietet – unterstützt durch einen kollaborativen Community-Ansatz.

Kontaktieren sie unsere experten

Melden Sie sich jetzt an!

Contact our experts